10er-Pin abräumen: So treffen Sie den Eckpin zuverlässiger
Eine Schritt-für-Schritt-Methode für den 10er-Pin: persönliche Referenzlinie, Körperausrichtung, ein gerade laufender Spareball und jeweils nur eine Anpassung. Mit gespiegelter Variante für Linkshänder und den 7er-Pin.
Der 10er-Pin ist nur ein einzelner Pin in der rechten Ecke – trotzdem verfehlen ihn viele Rechtshänder regelmäßig. Der Grund ist der Winkel: Der Ball muss diagonal über die Bahn laufen, nah an der Rinne. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie den 10er-Pin mit einer festen Referenzlinie, sauberer Körperausrichtung und einem möglichst gerade laufenden Ball zuverlässiger abräumen. Linkshänder haben dieselbe Aufgabe beim 7er-Pin; die gespiegelte Variante folgt am Ende.
Den 10er-Pin abräumen: das Grundprinzip
Für Rechtshänder ist der 10er-Pin der Eckpin rechts. Die übliche Linie führt quer über die Bahn, von der linken Seite des Anlaufs in diese Ecke. Je steiler der Winkel, desto mehr Bahnbreite nutzen Sie und desto mehr Spielraum bleibt, bevor der Ball die Rinne erreicht.
Eine einzige Fußposition oder Ziellinie passt nicht zu jedem. Abgabe, natürliche Drift, Ball und Bahnzustand verändern den Ballweg. Nutzen Sie die folgenden Zahlen als Ausgangspunkt und entwickeln Sie daraus eine Linie, die Sie wiederholen können.
Eine wiederholbare Referenzlinie aufbauen
Einen Startpunkt wählen
Ein üblicher Startpunkt für Rechtshänder: den Gleitfuß ungefähr auf Brett 35 stellen, von rechts gezählt, und zwischen den dritten und vierten Pfeil zielen. Von dort aus passen Sie an, wenn Ihr Anlauf oder Ballweg einen anderen Winkel verlangt.

Den Körper zur Linie ausrichten
Öffnen Sie Ihre Stellung so weit, dass Schultern, Hüfte und Füße entlang der geplanten Linie zeigen. Drehen Sie nicht nur den Oberkörper zum Pin. Gehen Sie die Linie entlang, lassen Sie den Schwung gerade zum Ziel laufen und beenden Sie das Gleiten dort, wo Sie es geplant haben. Wer im Anlauf zur Mitte driftet, verkleinert den Winkel – eine häufige Ursache für verfehlte Eckpins.
Ein nahes Sichtziel nutzen
Die Pfeile liegen 12 bis 16 Fuß (etwa 3,7 bis 4,9 m) hinter der Foullinie, der Headpin dagegen 60 Fuß (18,29 m) entfernt. Ein Pfeil oder Brett ist deshalb ein deutlich näherer Kontrollpunkt als der Pin selbst. Halten Sie den Blick auf diesen Punkt und verfolgen Sie, wie der Ball darüber rollt.
Einen Ball wählen, der möglichst wenig hakt

Ein Spareball mit Polyester-Oberfläche (Plastik) reagiert deutlich weniger auf die Bahnoberfläche als ein reaktiver Strikeball und läuft gerader. Bei einem Wurf quer über die Bahn hängt das Ergebnis dadurch weniger von wechselndem Öl und Reibung ab.
Ein Plastikball ersetzt keine saubere Linie und keine saubere Abgabe. Ändert der Ball vor dem Pin trotzdem die Richtung, vereinfachen Sie die Abgabe und halten Sie sie so gleichmäßig wie möglich.
Eine Routine in sechs Schritten
- Prüfen Sie, dass nur der 10er-Pin steht, und nehmen Sie Ihren am geradesten laufenden Ball.
- Setzen Sie den Gleitfuß auf Ihr persönliches Startbrett; Brett 35 ist nur die erste Referenz.
- Richten Sie den Blick auf Ihr gewähltes Brett oder den Bereich zwischen drittem und viertem Pfeil.
- Richten Sie Schultern, Hüfte und Füße entlang des geplanten Ballwegs aus.
- Halten Sie den Schwung locker und rollen Sie den Ball über das Sichtziel, ohne ihn zu lenken.
- Bleiben Sie im Finish stehen und merken Sie sich Zielbrett, Endbrett und Ergebnis.
Nach Beobachtung anpassen
- Läuft der Ball in die Rinne oder rechts am Pin vorbei, verschieben Sie die Linie leicht nach links.
- Läuft der Ball links am Pin vorbei, verschieben Sie die Linie leicht nach rechts.
- Treffen Sie das Sichtziel und verfehlen trotzdem, prüfen Sie Endbrett, Körperausrichtung und die späte Ballbewegung.
- Ändern Sie jeweils nur eine Sache – Füße, Ziel oder Ball –, damit Sie wissen, was die Linie korrigiert hat.
Für Linkshänder: der 7er-Pin
Linkshänder spiegeln die Methode für den 7er-Pin: Sie beginnen rechts im Anlauf, zählen Bretter und Pfeile von links und bauen eine gerade Linie in die linke Ecke auf. Der Ablauf bleibt gleich: Referenz setzen, Finish prüfen, jeweils nur eine Sache ändern.
Die eigene Referenz trainieren
Wenn der Übungsmodus des Centers es erlaubt, spielen Sie mehrere Eckpin-Versuche hintereinander. Notieren Sie Startbrett, Sichtziel, Ball und die Richtung jedes Fehlwurfs. Solche Notizen zeigen schnell, ob Ausrichtung, Schrittfolge oder Ballbewegung die Ursache ist.
Auch ein gleichmäßiges Gleiten hilft: Kommt der Gleitfuß bei jedem Wurf an einer anderen Stelle zum Stehen, verändert sich das Endbrett mit. Das ist ein Grund, warum sich eigene Bowlingschuhe lohnen, sobald Sie regelmäßig trainieren. Bowlingschuhe von BOWLIO haben unter beiden Schuhen eine Gleitlaufsohle aus Leder und eignen sich für Links- und Rechtshänder.
Passende Leitfäden
Weitere Räumbilder behandelt der Beitrag Spare Shooting. Bretter, Pfeile und Punkte erklärt der Targeting-Leitfaden genauer.
Zusammenfassung
Keine Formel macht den 10er-Pin zum Selbstläufer. Eine persönliche Referenzlinie, saubere Körperausrichtung, ein gerade laufender Ball und Anpassungen an jeweils nur einer Stelle ergeben eine Methode, die Sie üben und auf die Sie sich verlassen können.