Warum sich eigene Bowlingschuhe lohnen

Leihschuhe erfüllen ihren Zweck – wer regelmäßig bowlt, profitiert jedoch von einem eigenen Paar: bei der Hygiene, beim gleichmäßigen Gleiten und beim Komfort. Hier erfahren Sie, warum, und ab wann sich eigene Schuhe lohnen.

Giampiero Sirianni
Warum jeder Bowler eigene Schuhe haben sollte

Leihschuhe oder eigene Bowlingschuhe?

Fast jeder Bowler fängt am Verleihschalter an: Straßenschuhe aus, ein Paar an, das schon viele Gäste vor einem getragen haben. Für ein gelegentliches Spiel ist das völlig in Ordnung. Wenn Sie aber regelmäßig bowlen – wenn Sie in einer Liga spielen, Ihren Schnitt notieren oder Ihnen der zehnte Frame wichtig wird –, machen eigene Bowlingschuhe statt Leihschuhen einen Unterschied.

Die Gründe im Überblick.

Hygiene

Bowlingcenter reinigen ihre Leihschuhe: Außen werden sie meist abgewischt, innen mit einem Desinfektionsmittel gegen Bakterien und Pilze eingesprüht. Das hilft – ein Leihpaar wird trotzdem von vielen verschiedenen Menschen getragen, oft am selben Tag.

Eigene Schuhe tragen nur Sie, und Sie bestimmen, wie sie gereinigt, gelüftet und aufbewahrt werden.

Gleichmäßiges Gleiten: der wichtigste Grund

Bowling lebt von der Wiederholung. Anlauf, Timing und Abwurf hängen davon ab, dass Ihr Gleiten berechenbar ist. Die Gleitlaufsohle lässt den Gleitfuß in den Abwurf gleiten – bei Rechtshändern den linken, bei Linkshändern den rechten –, während der andere Fuß abdrückt.

Leihschuhe werden von vielen Gästen getragen, und ihre Sohlen nutzen sich mit der Zeit ab. Sie können deshalb bremsen oder unberechenbar gleiten, und zwei Paare aus demselben Regal fühlen sich oft ganz unterschiedlich an. Bremst der Gleitfuß in der einen Woche und rutscht in der nächsten zu weit, muss der Rest Ihres Spiels das ausgleichen: Sie ändern Schrittgeschwindigkeit, Timing und Abwurfpunkt.

Eigene Schuhe passen sich Ihrem Spiel an. Sie lernen, wie sie gleiten, und können sich darauf verlassen. Wie die Bahn selbst Ihr Spiel beeinflusst, erklärt unser Einsteigerleitfaden zu Ölmustern.

Kosten

Wer Schuhe leiht, zahlt bei jedem Besuch eine Leihgebühr. In einer wöchentlichen Liga – in den USA dauert eine Saison häufig etwa 30 bis 35 Wochen – summiert sich das über die Saison, und zwar jede Saison wieder, dazu bei jedem Training und jedem Abend mit Freunden.

Ein eigenes Paar kaufen Sie einmal. Mit etwas Pflege halten gute Bowlingschuhe aus Leder viele Jahre.

Passform und Komfort

Leihschuhe müssen möglichst vielen Gästen passen und viel aushalten. Sie sind deshalb auf Robustheit ausgelegt, nicht auf eine individuelle Passform.

Eigene Schuhe wählen Sie in Ihrer Größe. Ein Obermaterial aus Leder passt sich zudem an: Je öfter Sie die Schuhe tragen, desto weicher wird das Leder und desto bequemer der Schuh.

Links- oder Rechtshänder?

Performance-Bowlingschuhe haben meist nur unter einem Schuh eine Gleitlaufsohle und unter dem anderen eine Gummisohle zum Abdrücken. Sie werden deshalb für Rechts- oder Linkshänder verkauft. Leihschuhe haben dagegen in der Regel unter beiden Schuhen eine Gleitlaufsohle, damit jeder Gast sie tragen kann.

Bowlingschuhe von BOWLIO folgen demselben Prinzip, in echtem Leder: Eine durchgehende Ledersohle unter beiden Schuhen macht sie für Links- und Rechtshänder geeignet, vom Einsteiger bis zum Profi. Auch das Obermaterial ist echtes Leder, und der weiße Absatz mit eingeprägtem Logo hinterlässt keine Spuren auf der Bahn. BOWLIO stellt seit 2003 Bowlingschuhe her und hat mit Leihschuhen aus Leder für Bowlingcenter begonnen.

Wann sich eigene Bowlingschuhe lohnen

Wenn Sie regelmäßig bowlen – alle paar Wochen oder öfter –, lohnen sich eigene Schuhe. Spielen Sie in einer Liga, gehören sie von der ersten Woche an in die Tasche. Und wenn Sie bereits eine für Ihre Hand gebohrte Kugel besitzen, vervollständigen eigene Schuhe die Ausrüstung: derselbe Griff und dasselbe Gleiten in jedem Spiel.

Ihr erstes Paar Bowlingschuhe muss nicht Ihr letztes sein. Aber es sollte Ihr eigenes sein.

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