Bowlingkugel: Welches Gewicht ist das richtige?
So finden Sie das passende Gewicht für Ihre Bowlingkugel: der Richtwert von 10 Prozent, die Grenze von 16 Pfund, warum eine gebohrte Kugel sich anders anfühlt und wie Sie ein Gewicht auf der Bahn testen.
Welches Gewicht sollte Ihre Bowlingkugel haben?
Das richtige Gewicht der Bowlingkugel ist das höchste, das Sie Wurf für Wurf entspannt schwingen und abgeben können – ohne die Kugel festzuklammern und ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Als verbreiteter Ausgangspunkt gelten etwa 10 Prozent des eigenen Körpergewichts, höchstens 16 Pfund. Verstehen Sie diesen Wert als Richtwert, mit dem Sie das Ausprobieren beginnen, nicht als Regel: Griff, Kraft, Technik und die Frage, ob die Kugel für Ihre Hand gebohrt ist, zählen genauso.
Die Regeln: höchstens 16 Pfund, kein Mindestgewicht
Nach den Ausrüstungsvorschriften des US-Verbands United States Bowling Congress (USBC) darf eine Bowlingkugel höchstens 16 Pfund wiegen (etwa 7,3 kg). Ein Mindestgewicht gibt es nicht. Die Grenze legt fest, was im Wettkampf erlaubt ist – sie ist keine Empfehlung, die schwerste zulässige Kugel zu spielen. Selbst auf den Profitouren spielen viele Spieler eine Kugel unter 16 Pfund.
Die Passform verändert das gefühlte Gewicht
Hauskugeln haben Standardbohrungen, die möglichst vielen Gästen passen sollen. Um sie im Schwung zu halten, greifen Sie oft fester zu, als Ihnen lieb ist. Eine Kugel, die im Pro-Shop für Ihre Hand gebohrt wurde, müssen Sie nicht festhalten. Deshalb kommen viele Bowler mit einer etwas schwereren Kugel gut zurecht, sobald sie richtig passt. Trainer empfehlen häufig, eine Kugel etwa ein Pfund schwerer als die gewohnte Hauskugel auszuprobieren – vorausgesetzt, die Passform stimmt und Sie behalten die Kontrolle.
Beurteilen Sie Gewicht und Passform daher gemeinsam. Planen Sie Ihre erste eigene Kugel, kann der Pro-Shop in Ihrem Bowlingcenter Spannweite und Fingergrößen messen, bevor Sie sich auf ein Gewicht festlegen. Wie die Bohrungen angepasst werden, erklärt unser Beitrag zu Bohrung und Fingeranpassung.
So testen Sie das Gewicht
Beginnen Sie mit Hauskugeln rund um Ihren Ausgangswert und vergleichen Sie benachbarte Gewichte über mehrere Frames mit Ihrem normalen Anlauf. Ein einzelner Wurf oder das bloße Halten der Kugel sagt wenig aus. Achten Sie auf Folgendes:
- Lockerer Griff: Sie halten die Kugel, ohne sie festzuklammern.
- Freier Schwung: Die Kugel pendelt und zieht weder Ihren Arm noch Ihren Körper aus der Linie.
- Gleichgewicht an der Foullinie: Sie beenden das Gleiten im Gleichgewicht, ohne die Schritte zu hetzen.
- Wiederholbarer Abwurf: Sie können denselben Wurf immer wieder spielen, nicht nur einmal.
- Wie sich der Arm danach anfühlt: Müdigkeit oder Belastung in Arm, Handgelenk oder Schulter nach einigen Spielen deuten auf eine zu schwere Kugel hin.
Zu schwer oder zu leicht?
Eine zu schwere Kugel kostet Genauigkeit und erschwert die Kontrolle über die Geschwindigkeit. Der Schwung wird verkrampft, das Timing leidet, und die Belastung nimmt im Lauf des Abends zu. Eine zu leichte Kugel lässt sich leicht werfen, wird von den Pins aber stärker abgelenkt – so fallen bei Treffern, die eigentlich reichen sollten, weniger Pins. Eine schwerere Kugel bringt mehr Wucht in die Pins, solange Sie sie noch kontrolliert abgeben können.
Für Einsteiger gilt: Kontrolle zuerst. Eine etwas leichtere Kugel, die Sie gleichmäßig spielen, führt meist zu besseren Ergebnissen als eine schwere, mit der Sie kämpfen.
Kinder und ältere Bowler
Wählen Sie für Kinder eine Kugel, die sie tragen und rollen können, ohne sie fallen zu lassen und ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Prüfen Sie das Gewicht erneut, wenn das Kind wächst. Ältere Bowler und alle, die nach einer Verletzung wieder einsteigen, machen denselben Test: Das Gewicht von vor einigen Jahren ist keine Verpflichtung. Beeinträchtigt eine Erkrankung Arm oder Schulter, fragen Sie vor dem Spielen einen Arzt oder Physiotherapeuten.
Treten beim Bowlen Schmerzen auf, hören Sie auf und spielen Sie nicht weiter. Ein anderes Kugelgewicht ersetzt keinen ärztlichen Rat.
Checkliste
- Beginnen Sie den Test bei etwa 10 Prozent Ihres Körpergewichts, höchstens 16 Pfund.
- Vergleichen Sie benachbarte Gewichte über mehrere Frames mit Ihrem normalen Anlauf.
- Wählen Sie das höchste Gewicht, das Sie ohne Anstrengung schwingen, abgeben und wiederholen können.
- Lassen Sie Ihre eigene Kugel im Pro-Shop anpassen – eine gute Passform erlaubt mehr Gewicht.
- Prüfen Sie das Gewicht nach Wachstum, Verletzung oder veränderter Kraft neu.
Die übrige Ausrüstung
Eine Kugel im richtigen Gewicht ist die eine Hälfte eines gleichmäßigen Abwurfs, die andere ist ein berechenbares Gleiten an der Foullinie. Wenn Sie regelmäßig bowlen, lohnen sich auch eigene Schuhe. Bowlingschuhe von BOWLIO haben eine durchgehende Ledersohle als Gleitlaufsohle unter beiden Schuhen und sind damit für Links- und Rechtshänder geeignet, vom Einsteiger bis zum Profi.
Weiterlesen: Die erste eigene Bowlingkugel auswählen · Reaktiv- oder Polyesterkugel · Bowling für Einsteiger