Bowling-Glossar A–Z: Bowling-Begriffe erklärt
Von Anlauf bis X: die wichtigsten Bowling-Begriffe kurz und verständlich erklärt – von Brooklyn und Turkey über Tasche und Split bis zur Gleitlaufsohle.
Bowling hat seine eigene Sprache. Ob Sie Begriffe wie „Brooklyn“ oder „Turkey“ zum ersten Mal hören oder als Ligaspieler Ihr Wissen auffrischen möchten: Dieses Bowling-Glossar erklärt die wichtigsten Bowling-Begriffe von A bis Z – kurz, verständlich und alphabetisch geordnet. Die englischen Fachbegriffe sind auch im deutschsprachigen Bowling üblich.
Wenn Sie neu im Sport sind, bietet unser Einsteigerleitfaden den vollständigen Überblick.
A
Anlauf (Approach) – Der Bereich vor der Foullinie, auf dem Sie Ihre Schritte machen und die Kugel abwerfen; der Begriff bezeichnet auch die Schrittfolge selbst. Der Anlauf ist mindestens 15 Fuß (etwa 4,6 m) lang und hat meist Markierungspunkte, die Ihnen helfen, Ihre Startposition zu finden.
B
Backup-Ball – Eine Kugel, die in die „falsche“ Richtung hakt: bei Rechtshändern von links nach rechts, bei Linkshändern von rechts nach links.
Brooklyn – Ein Wurf, der über die Mitte läuft und die Pins auf der Seite gegenüber der Tasche trifft: bei Rechtshändern auf der 1-2-Seite, bei Linkshändern auf der 1-3-Seite. Im Raum New York heißt er auch „Jersey“. Fallen alle Pins, zählt er trotzdem als Strike.
D
Double – Zwei Strikes in Folge in einem Spiel. Wie sich die Bonuspunkte addieren, erklärt So funktioniert die Bowling-Zählweise.
E
Eintrittswinkel (Entry Angle) – Der Winkel, in dem die Kugel auf die Pins trifft, gemessen zu den Brettern der Bahn. Ein größerer Eintrittswinkel macht Strikes im Allgemeinen wahrscheinlicher; er hängt von Abwurf, Tempo, Kugel und Bahnbedingungen ab.
F
Foullinie – Die Linie, die den Anlauf von der Bahn trennt. Wer sie beim Abwurf berührt oder übertritt, begeht ein Foul: Die mit diesem Wurf gefallenen Pins zählen nicht. Im Liga- und Turnierbetrieb werden Fouls meist elektronisch erkannt. Mehr in Bowling-Regeln einfach erklärt.
G
Gleitlaufsohle (Slide Sole) – Die glatte Sohle, mit der der Gleitfuß in den Abwurf gleitet. Bei Performance-Schuhen sitzt sie meist nur unter einem Schuh – bei Rechtshändern unter dem linken –, der andere Schuh hat eine Gummisohle zum Abdrücken. Mehr in unserem Ratgeber zur Gleitlaufsohle.
Gutter (Rinne, Channel) – Die Rinne auf beiden Seiten der Bahn, die Kugeln auffängt, die von der Bahn abkommen. Viele Center bieten für Kinder Bumper an, die die Rinnen abdecken. Ein „Gutter Ball“ landet vor den Pins in der Rinne und zählt null Punkte.
H
Headpin – Der 1er-Pin an der Spitze des Pin-Dreiecks.
Hook – Der Bogen der Kugel in Richtung Tasche, erzeugt durch Rotation beim Abwurf. In der Kugelbewegung liegt die Hook-Phase zwischen der Rutsch- und der Rollphase.
J
Jersey – Anderes Wort für einen Brooklyn.
K
Kingpin – Der 5er-Pin, der in der Mitte des Pin-Dreiecks steht.
L
Lane (Bahn) – Die Spielfläche, auf der die Kugel zu den Pins rollt: 60 Fuß (18,29 m) von der Foullinie bis zur Mitte des Headpins und etwa 41,5 Zoll (105 cm) breit. Bahnen bestehen aus Holz oder Kunststoff und werden geölt.
Leihschuhe (House Shoes) – Die Schuhe, die ein Bowlingcenter verleiht. Sie haben meist unter beiden Schuhen eine Gleitlaufsohle, damit jeder Gast sie tragen kann, ob Links- oder Rechtshänder.
M
Mark – Ein Strike oder ein Spare, im Gegensatz zu einem offenen Frame. „Mark“ kann auch das Ziel auf der Bahn bezeichnen, auf das ein Spieler zielt.
N
No-Tap – Eine Zählvariante, bei der ein Frame als Strike gilt, wenn beim ersten Wurf eine festgelegte Zahl an Pins fällt (weniger als zehn, oft neun). Beliebt bei Spaßturnieren.
O
Offener Frame (Open Frame) – Ein Frame, in dem nach beiden Würfen noch Pins stehen: weder Strike noch Spare.
Ölmuster (Oil Pattern) – Die Verteilung des Öls auf der Bahn. Sie beeinflusst stark, wie sich die Kugel bewegt. Hausmuster im Freizeitbetrieb verzeihen meist mehr als die Sportmuster im Turnier. Mehr in unserem Einsteigerleitfaden zu Ölmustern.
P
Perfektes Spiel (Perfect Game) – 300 Punkte: zwölf Strikes in Folge in einem Spiel.
Pin Deck – Der Bereich am Ende der Bahn, auf dem die Pins stehen, direkt vor dem Pit.
Pit – Der Bereich hinter dem Pin Deck, der die gefallenen Pins auffängt.
R
Release (Abwurf) – Der Moment, in dem die Kugel die Hand verlässt. Der Abwurf bestimmt Tempo, Richtung und Rotation der Kugel.
S
Spare – Alle restlichen Pins mit dem zweiten Wurf abgeräumt. Markiert mit „/“; zählt 10 Punkte plus die Pins des nächsten Wurfs.
Split – Ein Stand nach dem ersten Wurf, bei dem der Headpin gefallen ist und die restlichen Pins mit einer Lücke dazwischen stehen. Der bekannteste ist der 7-10-Split: die beiden hinteren Eckpins.
Strike – Alle zehn Pins mit dem ersten Wurf eines Frames. Markiert mit „X“; zählt 10 Punkte plus die Pins der nächsten beiden Würfe.
T
Tasche (Pocket) – Der ideale Treffpunkt für einen Strike: bei Rechtshändern zwischen 1er- und 3er-Pin, bei Linkshändern zwischen 1er- und 2er-Pin.
Turkey – Drei Strikes in Folge. Vier in Folge heißen „Four-Bagger“, fünf „Five-Bagger“ und so weiter.
W
Washout – Ein Stand, der wie ein Split aussieht, bei dem aber der Headpin noch steht – etwa 1-2-10 oder 1-2-4-10 bei Rechtshändern.
X
X – Das Symbol für einen Strike auf dem Spielbogen.
Eigene Schuhe
Wer regelmäßig bowlt, möchte früher oder später eigene Schuhe statt Leihschuhen. Bowlingschuhe von BOWLIO sind aus echtem Leder, oben wie unten: Eine durchgehende Ledersohle mit Gleitlaufsohle unter beiden Schuhen macht sie für Links- und Rechtshänder geeignet, vom Einsteiger bis zum Profi.
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