Bowlinghandschuhe: Braucht man die?
Handschuhe, Handgelenkstützen und Positionierhilfen: was die Arten leisten, wann ein Bowlinghandschuh hilft und wann Sie ohne auskommen.
Braucht man einen Bowlinghandschuh?
In den meisten Bowlingcentern sieht man einige Spieler mit Handschuh oder Handgelenkstütze an der Wurfhand – die meisten bowlen jedoch ohne. Ob Sie einen Bowlinghandschuh brauchen, hängt von Ihren Händen und Ihrem Spiel ab: Ein Handschuh löst bestimmte Probleme, etwa einen feuchten Griff oder ein instabiles Handgelenk. Haben Sie diese Probleme nicht, können Sie auch ohne Handschuh gut bowlen.
Arten von Bowlinghandschuhen und Handgelenkstützen
Proshops und Bowlinghändler teilen diese Produkte meist in einige Gruppen ein.
Einfache Bowlinghandschuhe
Handschuhe aus Leder oder mit Netzrücken bedecken die Handfläche und einen Teil der Hand. Sie sollen für einen gleichmäßigeren Griff sorgen und Feuchtigkeit aufnehmen.
Handschuhe mit Handgelenkstütze
Sie verbinden einen Handschuh mit einer eingebauten Stütze, die das Handgelenk beim Schwung und beim Abwurf stabilisiert, damit die Handposition von Wurf zu Wurf gleich bleibt.
Positionierhandschuhe
Positionierhandschuhe halten Handgelenk und Hand in einer festen Stellung. Manche Modelle lassen sich verstellen, etwa um das Handgelenk leicht angewinkelt zu halten.
Separate Handgelenkstützen
Bandagen und Stützen ohne Handschuh, zum Beispiel aus Neopren, stabilisieren das Handgelenk und lassen die Hand frei.
Wie sich die Stellung des Handgelenks auf den Abwurf auswirkt, erklärt unser Ratgeber zu Handgelenkstützen beim Bowling.
Wann ein Bowlinghandschuh hilft
- Feuchte Hände: Feuchtigkeit zwischen Hand und Kugel macht den Griff weniger berechenbar. Ein Handschuh kann einen Teil davon aufnehmen.
- Instabiles Handgelenk: Knickt Ihr Handgelenk beim Schwung nach hinten ab, hilft eine Stütze, es in Position zu halten.
- Lange Einheiten: Bei langen Trainings oder Turnieren kann eine Stütze das Handgelenk entlasten.
- Nach einer Verletzung: Klären Sie nach einer Verletzung an Hand oder Handgelenk mit Ihrem Arzt, ob und mit welcher Stütze Sie bowlen sollten.
Wann Sie darauf verzichten können
Jede Schicht zwischen Hand und Kugel verändert das Gefühl beim Abwurf. Bleiben Ihre Hände trocken und ist Ihr Griff bereits gleichmäßig, bringt ein Handschuh eine zusätzliche Variable ins Spiel, die Sie nicht brauchen. Bei gelegentlich feuchten Händen nutzen manche Bowler stattdessen zwischen den Würfen ein Handtuch oder einen Grip-Sack.
Passform
Ein Bowlinghandschuh oder eine Handgelenkstütze sollte fest sitzen, ohne Durchblutung oder Bewegung einzuschränken. Richten Sie sich nach der Größentabelle des jeweiligen Herstellers, da die Größen je nach Marke abweichen. Klettverschlüsse und Schnallen sollten flach anliegen und den Griff nicht stören. Probieren Sie den Handschuh nach Möglichkeit mit Ihrer eigenen Kugel aus.
Fazit
Ein Bowlinghandschuh ist eine Lösung für bestimmte Probleme: einen feuchten Griff, ein instabiles Handgelenk oder Belastung bei langen Einheiten. Trifft nichts davon auf Sie zu, brauchen Sie keinen. Sind Sie unsicher, beobachten Sie Ihre Handgelenkstellung beim Schwung – oder lassen Sie sich dabei filmen –, bevor Sie eine Stütze kaufen.
Weiterlesen: Handgelenkstützen beim Bowling · Bowlingschuhe richtig auswählen