Zielen beim Bowling: Pfeile, Punkte und Bretter
Pfeile, Punkte und Bretter geben Ihnen feste Bezugspunkte auf der Bahn. Hier erfahren Sie, wo sie liegen, wie Sie Bretter zählen, Ihre Linie wählen und mit den Füßen korrigieren.
Viele Freizeitspieler schauen auf die Pins und hoffen auf das Beste. Wer bestimmen möchte, wohin die Kugel läuft, braucht ein Ziel, das viel näher liegt. Genau dafür gibt es das Zielsystem aus Pfeilen, Punkten und Brettern: feste Bezugspunkte auf dem Anlauf und auf der Bahn, die Sie anvisieren und bei jedem Wurf wiederfinden können.
Einen Überblick über alle Teile einer Bahn gibt unser Beitrag Aufbau einer Bowlingbahn erklärt.
Die Bretter: die Koordinaten der Bahn
Eine Bahn ist etwa 1,05 Meter (41,5 Zoll) breit und besteht aus 39 Brettern (Dielen) oder einer Kunststoffoberfläche mit denselben Markierungen. Gezählt wird von der Seite der Wurfhand: Rechtshänder zählen von der rechten Rinne, Linkshänder von der linken. Brett 20 ist die Mitte der Bahn.
Mit dem Zählen der Bretter wird Zielen zu einer präzisen Sprache. „Füße auf 15, Ziel auf 10“ bedeutet auf jeder Bahn dasselbe.
Die Pfeile: das wichtigste Ziel
Sieben Pfeile sind in V-Form in die Bahn eingelassen, etwa 12 bis 16 Fuß (auf den meisten Bahnen rund 15 Fuß, also etwa 4,6 Meter) hinter der Foullinie. Sie liegen auf jedem fünften Brett:
- 1. Pfeil: Brett 5
- 2. Pfeil: Brett 10
- 3. Pfeil: Brett 15
- 4. Pfeil (Mitte): Brett 20
Von der anderen Seite setzen sich die Pfeile spiegelbildlich fort. Die meisten Spieler, die auf einen Punkt zielen, nutzen die Pfeile, weil sie viel näher liegen als die Pins: Von der Foullinie bis zum Kopfpin sind es 60 Fuß (18,29 Meter). Ein kleiner Fehler in Schwung oder Abwurf wirkt sich auf 60 Fuß deutlich stärker aus als auf 15.
Die Punkte: für die Füße und zur Orientierung
- Punkte auf dem Anlauf: Auf dem Anlauf liegen meist drei Punktreihen, darunter zwei Reihen 12 und 15 Fuß (etwa 3,7 und 4,6 Meter) vor der Foullinie. Sie helfen Ihnen, jedes Mal dieselbe Ausgangsposition zu finden; welche Reihe Sie nutzen, hängt von der Zahl Ihrer Schritte ab.
- Range Finder: Weiter hinten auf der Bahn beginnen zwei Paar Hilfslinien 34 und 40 Fuß hinter der Foullinie. Viele Spieler erkennen daran, auf welchem Brett die Kugel ihren Umkehrpunkt (Breakpoint) erreicht.
Die Pins: zur Kontrolle des Ergebnisses
Auf die Pins zu schauen ist naheliegend – sie sollen schließlich fallen. Als Zielpunkt sind sie aber weit entfernt. Nutzen Sie sie, um das Ergebnis eines Wurfs zu prüfen, nicht als Ziel während des Wurfs.
Die eigene Linie wählen
Ihre Linie ist die Kombination aus Startbrett und Ziel. Ein Beispiel aus dem Coaching für Rechtshänder, die die Kugel eher gerade spielen: den Spann des Schuhs über Brett 15 setzen und auf Brett 10 zielen, den zweiten Pfeil; Linkshänder spiegeln das. Wer die Kugel mit Haken spielt, passt die Linie an Kugelreaktion und Ölmuster an. Wählen Sie eine Kombination, bleiben Sie dabei und bauen Sie darauf auf. Wie die Ausgangsposition selbst aussieht, erklärt die richtige Ausgangsposition beim Bowling.
Korrigieren mit den Füßen
Verfehlt die Kugel ihr Ziel nach links oder rechts, versetzen Sie Ihre Füße auf dem Anlauf und behalten denselben Pfeil im Blick. Als Faustregel gilt: in Richtung des Fehlers gehen. Läuft die Kugel rechts an der gewünschten Stelle vorbei, verschieben Sie Ihre Ausgangsposition nach rechts; läuft sie links vorbei, nach links. Korrigieren Sie in kleinen Schritten und prüfen Sie das Ergebnis nach jeder Änderung.
Dasselbe Prinzip – die Füße wandern, das Ziel bleibt – ist die Grundlage des 3-6-9-Spare-Systems. Mehr zu den Winkeln beim Spare-Spiel finden Sie in Spare-Spiel: die wichtigsten Winkel, zum häufigsten Einzelpin-Spare in den 10er-Pin zuverlässiger abräumen.
Den Blick auf dem Ziel halten
Halten Sie den Blick von der Ausgangsposition bis zur Foullinie auf Ihrem Ziel. Wandern die Augen während des Wurfs zu den Pins, folgen Kopf und Oberkörper oft mit. Das fühlt sich anfangs ungewohnt an, wird mit etwas Übung aber zur Routine.
Übung: ein Pfeil, ein Startbrett
- Wählen Sie einen Pfeil, zum Beispiel den zweiten Pfeil (Brett 10).
- Wählen Sie ein Startbrett und behalten Sie es bei.
- Spielen Sie zehn Kugeln und notieren Sie nach jedem Wurf nur, ob Sie Ihren Pfeil getroffen haben.
- Verfehlen Sie den Pfeil wiederholt auf derselben Seite, versetzen Sie Ihre Ausgangsposition um ein Brett und wiederholen Sie die Übung.
Diese Übung lenkt die Aufmerksamkeit von den Pins auf Ihr Ziel und baut eine verlässliche Bezugslinie auf. Sie setzt einen gleichmäßigen Anlauf und ein gleichmäßiges Gleiten voraus – trainieren Sie deshalb in den Schuhen, in denen Sie spielen. Wenn Sie ein eigenes Paar suchen: Bowlingschuhe von BOWLIO haben eine durchgehende Ledersohle unter beiden Schuhen als Gleitlaufsohle und sind für Links- und Rechtshänder geeignet.